Die Mariengrotte Münchingen wurde am 17. Juli 2016 durch Pfarrer Michael Hipp feierlich gesegnet.

Die Grotte soll ein Zeichen der Dankbarkeit von Michael Cöllen, 72, an alle Münchinger sein, welche ihn und seine Familie nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1948 als bettelarme Flüchtlinge wohlwollend aufnahmen.

Michael Cöllen, der heute in Hamburg lebt, erinnert sich dankbar an "sein Schwarzwalddorf", in dem er groß geworden ist. Dieses hat ihm am Anfang seines Lebens das nötige Fundament gesichert, so dass er von da aus gestärkt ins Leben gehen konnte. In Münchingen haben die Cöllens viel Praktisches gelernt, aber vor allem ganz viel Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren. "Ihr habt uns als Fremde aufgenommen, wie es in der Bergpredigt heißt – und wir wurden Freunde. Möge Gott es euch danken und auch in Zukunft seine Hand über dieses "unser Dorf" halten", schreibt er in einem Brief an den Pfarrgemeinderat.

Dankbar erinnert sich Michael Cöllen an seine Zeit in Münchingen und so ist es ihm ein ganz persönliches Anliegen, den Münchingern hierfür in besonderer Weise Danke zu sagen. In seinen ersten Überlegungen reifte der Gedanke mit einer namhaften Geldspende, die Aufstellung eines Dorfbrunnens zu ermöglichen. Nach einem Kurzbesuch in Münchingen im Herbst vorigen Jahres kam er mit Edmund Bader überein, dass die Geldspende auch für eine Mariengrotte verwendet werden könnte.

Bei der Verwirklichung des Bauvorhabens waren es dann Barbara Benz und Edmund Bader, die als treibende Kräfte immer wieder Helfer fanden, die sich engagierten. So Gerhard Langenbacher und Klaus Blum, die sehr fachmännisch die Bruchsteine, welche man in einem Steinbruch bei Eigeltingen holte, aufmauerten. Unterstützung leistete dabei Herbert Isele. Nicht nur architektonisch brachte sich Alexander Grüninger (Weizen) ein. Die Gemeinde Wutach unterstütze die Aktion, indem sie die erforderliche Fläche für die Mariengrotte auf einem gemeindlichen Grundstück zur Verfügung stellte.